Mittwoch, 25. 06. 2014 - Sta. Cruz


Wetter: warm, bewölkt

Frühstück 07:00, kurz nach 08:00 werden wir von einem kleinen Bus abgeholt um zu unserem Schiff am Itabacakanal zu fahren. Als wir einsteigen sitzt der Kapitän in der ersten Reihe, schaut mich an wie ein Auto. dann Riesenfreude beim Wiedererkennen! Es ist die gleiche Yacht wie vor 1 1/2 Jahren! Wir fahren quer durch die Insel zum Itabacakanal, Schwimmwesten an (hier kontrolliert ja die Polizei!) und mit einem Schlauchboot zur Yacht. Nach zwei Fahrten sind alle drüben, wir können uns der Rettungswesten wieder entledigen, verteilen uns aufs Oberdeck – ich nehme wieder meinen „gewohnten“ Sitz neben dem Kapitän ein - und los geht die Fahrt nach North Seymour.

 

Die unbewohnte Insel Seymour Norte liegt nördlich von Santa Cruz. Sie ist 2,1km lang und 1,2km breit. Die höchste Erhebung ist 28m.

 

Nach ca. einer Stunden sind wir da, werden mit dem Schlauchboot an Land gebracht. Während der ersten Tour des Schlauchboots an Land beobachten wir einen Galápagoshai, der das Schiff umkreist. Wir beginnen einen über einstündigen Rundgang. Wir sehen jedem Menge Fregattvögel, balzend, brütend und mit Nachwuchs, ebenso Blaufusstölpel und Landleguane. Kurz vor dem Ende des Rundgangs setzt es mich auf den grossen Steinen ganz langsam, aber unbremsbar auf den Popo, die Kamera hochhaltend. Naja, die rechte Seite schmerzt etwas, aber nicht schlimm.

 

Landleguane


Mit der "Hand" wurde die Kaktusfrucht so lange gedreht bis die Stacheln weg waren, dann wurde sie genüsslich verspeist.


Fregattvögel


Fregattvögelmännchen


Blaufusstölpel

 

Mit dem Schlauchboot geht es zurück aufs Schiff, mittlerweile umkreisen mindestens drei Haie die Yacht. Wir fahren über nach Santa Cruz an einen schönen Strand. Während der Überfahrt gibt es Mittagessen, das gleiche Essen wie wir es schon kennen von diesem Schiff, wieder sehr gut – Reis, Fisch, Randen- / Gurken - / Bohnen - / Tomatensalat. Dann machen sich die Schnorchler fertig, Walter und ich ziehen unsere Neoprens an, einige gehen zum Spazieren an den Strand und wir setzen mit dem Schlauchboot über.

 

Ich trage heute Walters Maske, geht besser wie mit meiner, wenn auch nicht so gut wie mit Wilsons Supermaske. Wir sehen u.a. eine riesige Meeresschildkröte, grosse Papageienfische und zwei Rochen. Das Wasser ist recht kühl und wir sind froh um unsere Neoprens, die Anderen gehen vor uns aus dem Wasser.

 

Dieser Rochen buddelt sich im Sand ein

 

Nach einer Stunden fahren wir zurück zum Schiff und nach Itabaca. In Itabaca brauchen wir heute Nachmittag keine Schwimmwesten – alle Polizisten sind beim Fernsehen, das WM-Spiel Ecuador – Frankreich läuft.

 

Wir fahren zurück nach Puerto Ayora, wo wir uns zurückziehen zum Ausruhen und Duschen. Auch schauen wir im TV das Ende des Fussballspiels, das 0:0 ausgeht, somit sind die Ecuadorianer draussen. Hier läuft an den Tagen wo Ecuador spielt alles im Trikot rum, alte Leute wie Kinder, Kellner, selbst in den elegantesten Restaurants, Hotelangestellte. In der Zwischenzeit spielt Schweiz gegen Honduras 3:0 und ist mit Frankreich weiter.

 

Wir machen einen kleinen Spaziergang und setzen uns in ein Strassenkneipchen. Wir quatschen gerade mit einem vorbeikommenden Pärchen von unserer Gruppe als Daniel, unser Guide von vor 1 ½ Jahren vorbeiläuft. Ich rufe ihm, erst erkennt er uns nicht, aber als wir sagen dass wir mit ihm auf Cerro Dragón waren kommt die Erinnerung, er war als Guide seltsamerweise bisher erst einmal da – mit unserer Gruppe damals.

 

Wir gehen kurz zurück ins Zimmer und machen das Trinkgeld für Carlos fertig, dann spazieren wir ins Restaurant wo das Abschiedsessen stattfinden soll. An einem Tisch sitzt eine Reiseleiterin, die uns mit unterschiedlichen Gruppen schon über mehrere Inseln verfolgt, und an einem anderen Tisch sitzt der Sohn Wittmer aus Floreana – Galápagos ist ein Dorf!

 

Als Vorspeise gibt es Salat Mimosa mit Avocado. Das Essen ist einmal mehr sehr gut und reichlich, ich habe paniertes, überbackenes Schnitzel. Zum Nachtisch gibt es Schoko- oder Nusskuchen, der Schokokuchen ist recht trocken. 

 

Bald gehen alle, auch wir ziehen uns um 21:40 schon zurück, ich schreibe Tagebuch und Walter versucht erfolglos uns bei Iberia einzuchecken. Wir haben erfahren, das in Frankreich die Fluglotsen bis Sonntag streiken.